Ventė Horn
Ventė (Windenburg) ist Regionalpark des Memeldelta. In Windenburger Ecke, wo die Flugroute den Zugfögeln führt befindet sich eine Vogelwarte mit aus der Bismarkzeiten gebliebenen achteckigem Leuchtturm. Leuchturm des Vente-Horns (1863) ist ein 12 m hohes technisches Denkmal. Vom Aussichtspunkt aus, der auf dem Leuchtturm eingerichtet ist, sind nicht nur der Wellenbrecher im Haff zu sehen, der den Ventė Horn vor Zersetzung schütz, sondern auch der Neringa-Streifen und Nida.
In der Vogelstation gibt es ein Museum, Laboratorien, Vögelfangnetze. Die hier beringte Vögel werden später im Iran, in Ägypten und selbst in Südafrika angetroffen.
In der Gegen des Dorfs Ventė lebten Menschen seit vorhistorischen Zeiten. Der Deutsche Orden, der die Bedeutung der Nemunas-Mündung verstand, ließ um 1360 auf dem Ventė Horn eine Burg bauen, die den Hafen und die Wasserwege den Nemunas entlang schützte. Die Ventė Burg wurde von den Wellen des Kurischen Haffs unterhöhlt und ist ins Wasser gefallen. Aber auch unter dem Wasser blieb sie berühmt, wurde in vielen Landkarten damaliger Zeit aufgenommen, über Ventė schrieb man, dass es die gefährlichste Stelle sei - „Entsetzen aller Seeleute“, weil längs des Ventė Horns eine gefährliche steinreiche Sandbank lag. Aus diesem Grund steht auf demselben Horn der Leuchtturm von Ventė.